Schwangerschaft und Diabetes - ein Thema für jede Schwangere
Gestationsdiabetes in der frauenärztlichen PraxisThis text will be replaced
Gynäkologen bilden sich weiter: Gynäkologie-Kongress GynSights bietet aktuelles Wissen zum Thema Frauengesundheit
Frauengesundheit: Gestationsdiabetes, Kontrazeption und der verständnisvolle Umgang mit Patientinnen in der Praxis waren einige Schwerpunktthemen auf dem ersten Gynäkologie-Kongress "GynSights" in Berlin. In 19 Workshops wurde interaktiv aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt. Rund 700 Frauenärzte aus ganz Deutschland nahmen teil.
Zu dem Kongress, der von Bayer Vital organisiert wurde, sagte Dr. Dieter Taubert, Leiter der Business Unit Women’s HealthCare: „Frauengesundheit hat bei Bayer eine große Bedeutung. Mit GynSights haben wir ein neues Konzept entwickelt, bei dem die ärztliche Fortbildung im Mittelpunkt steht. Die hochkarätigen Referenten waren ein gewaltiges Zugpferd. Denn wir wollten nicht nur über unsere Produkte informieren, sondern auch über das, was sonst noch für den Gynäkologen in seiner Praxis wichtig ist. Das hilft den Ärzten, im täglichen Wettbewerb erfolgreich zu sein.“
Orales Kontrazeptivum mit naturidentischem Estradiol
Wie auf einem Symposium während des Gynäkologie-Kongresses deutlich wurde, steht mit den kürzlich eingeführten Qlaira®-Filmtabletten von Bayer Vital erstmals ein orales Kontrazeptivum zur Verfügung, das in Kombination mit dem bewährten Gestagen Dienogest (DNG) Estradiolvalerat enthält. Es wirkt wie körpereigenes Östrogen. Die Kombination zusammen mit einem dynamischen Dosierungsschema gewährleistet eine gute Wirksamkeit und Zykluskontrolle.
„Die höhere Estradioldosis von Qlaira während der frühen Zyklusphase sichert eine frühzeitige Endometriumproliferation und eine Sensibilität für die Aktivität von DNG in der Mitte des Zyklus. Die höhere DNG-Dosis in der Mitte bis zum Ende des Zyklus gewährleistet eine Stabilität des Endometriums. Die anschließende zweitägige Hormonpause (wirkstofffreie Tabletten) ist offensichtlich ausreichend für früh einsetzende und relativ kurze Entzugsblutungen“, sagte Professor Alfred Mück, Tübingen.
Warum ein neues hormonelles Kontrazeptivum gebraucht wird, erläuterte Dr. Anneliese Schwenkhagen, Hamburg: „Viele Frauen kommen auch nach längerem Experimentieren mit handelsüblichen Produkten nicht zu recht. Bislang mussten wir in diesen Fällen mit nicht indikationsgerechten und/oder freien Kombinationen „off-label“ arbeiten. Jetzt haben wir endlich eine Alternative“.
In der EU-PI-Studie1 waren die meisten Anwenderinnen mit der neuen Pille zufrieden. Nach 20 Zyklen stuften über 85 Prozent der Frauen im Vergleich zu Studienbeginn ihr körperliches und emotionales Wohlbefinden als „viel besser“, „besser“ oder „gleich“ ein. Etwa 80 Prozent der Anwenderinnen waren „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“.
Thrombophilie und andere Risiken ausschließen
Vor Verschreibung eines oralen Kontrazeptivums ist eine sorgfältige Anamnese notwendig, um eine Thrombophilie und andere Risikofaktoren auszuschließen, führte Professor Michael Ludwig, Hamburg, aus. Wenn bei der Frau solche Faktoren vorhanden sind, muss auf andere Verhütungsmethoden zurückgegriffen werden. Bedenken, einer Anwenderin im Alter über 40 Jahren bis zur Postmenopause ein orales Kontrazeptivum zu verschreiben, räumte Ludwig aus. Allerdings müssen vorher Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Hypertonie ausgeschlossen werden.
Glukosetoleranztest in der Schwangerschaft
Jede Frau sollte in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche mit einem oralen Glukose-Screeningtest nach einer mindestens 10-stündigen Nahrungskarenz untersucht werden, um einen Gestationsdiabetes zu erkennen, sagte Professor Kai Bühling, Hamburg. Der Test fällt normal aus, wenn die Blutzuckerwerte nüchtern 90 mg/dl, nach einer Stunde bis zu 180 mg/dl und nach zwei Stunden bis zu 155 mg/dl betragen.
Wenn ein Gestationsdiabetes diagnostiziert wird, reicht bei zirka 80 Prozent der Schwangeren eine Diät aus, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index wie Weißbrot und hochkalorische Getränke wie Fruchtsäfte sollten weggelassen werden. Auch riet Bühling vom übermäßigen Verzehr von Obst ab. Bei den restlichen 20 Prozent der Frauen muss mit Insulin behandelt werden. Bühling wies darauf hin, dass eine Nachkontrolle wichtig ist, da jährlich etwa drei Prozent der Patientinnen nach einem Gestationsdiabetes einen manifesten Typ-2-Diabetes entwickeln.
Umgang mit schwierigen Patientinnen
Bei Patientinnen, die sexuelle Gewalt erlebt haben, müssen eventuell vorhandene Verletzungen schriftlich und fotographisch dokumentiert werden, erläuterte Priv. Doz. Dr. Elisabeth Mützel, München. Wenn Frauen Verletzungen nicht erklären können, sollte der Gynäkologe an ein Sexualdelikt denken und seiner Patientin die Frage nach sexueller Gewalt stellen. Bei Kindern weisen Rötungen im Bereich der Scheide oder Ausfluss aus der Scheide möglicherweise auf sexuelle Übergriffe hin. Wenn Auffälligkeiten beim Kind auf einen Missbrauch hindeuten und die Mutter leugnet, muss der Arzt das Jugendamt einschalten.
Auch der generelle Umgang mit einigen Patientinnen kann in der Arztpraxis schwierig sein. „Das führt zu Reibungsverlusten, die den Alltag anstrengender machen“, sagte Frank Neuendorff, Essen. Der Psychotherapeut hat deshalb eine One-Minute-Doc-Strategie entwickelt. Dieser Strategie zufolge sollte der Arzt entscheiden, wie viel Zeit er sich nimmt, wenn das Gespräch auszuufern droht. Neuendorff empfiehlt, nach dem Behandlungsauftrag zu fragen: „Was kann ich für Sie tun?“. Mit diesem Satz kommt er auf das Wesentliche. Der Psychotherapeut gab den Tipp, den Patientinnen klare Angebote und klare Vorgaben zu machen.
Fazit
Zum Gynäkologie-Kongress sagte der wissenschaftliche Leiter, Professor Jens-Uwe Blohmer, Berlin: „Dem niedergelassenen Gynäkologen wurde Wissenschaft praxisrelevant aufbereitet vermittelt. Schließlich war das gesamte gynäkologische Spektrum abgedeckt. Wie ich von den Teilnehmern gehört habe, waren sie von der interaktiven Form und dem reibungslosen Ablauf begeistert. Für die Qualität des Kongresses spricht auch, dass die Ärztekammer viele CME-Punkte für die Teilnahme vergeben hat. Dies sind gute Gründe dafür, im nächsten Jahr erneut einen GynSights-Kongress zu veranstalten.“ (Dr. R. Hausmann 07/2009)
Quelle
1 Nahum et al., Obstet Gynecol 2008; 111(4(Suppl.):15S
Zu dem Kongress, der von Bayer Vital organisiert wurde, sagte Dr. Dieter Taubert, Leiter der Business Unit Women’s HealthCare: „Frauengesundheit hat bei Bayer eine große Bedeutung. Mit GynSights haben wir ein neues Konzept entwickelt, bei dem die ärztliche Fortbildung im Mittelpunkt steht. Die hochkarätigen Referenten waren ein gewaltiges Zugpferd. Denn wir wollten nicht nur über unsere Produkte informieren, sondern auch über das, was sonst noch für den Gynäkologen in seiner Praxis wichtig ist. Das hilft den Ärzten, im täglichen Wettbewerb erfolgreich zu sein.“
Orales Kontrazeptivum mit naturidentischem Estradiol
Wie auf einem Symposium während des Gynäkologie-Kongresses deutlich wurde, steht mit den kürzlich eingeführten Qlaira®-Filmtabletten von Bayer Vital erstmals ein orales Kontrazeptivum zur Verfügung, das in Kombination mit dem bewährten Gestagen Dienogest (DNG) Estradiolvalerat enthält. Es wirkt wie körpereigenes Östrogen. Die Kombination zusammen mit einem dynamischen Dosierungsschema gewährleistet eine gute Wirksamkeit und Zykluskontrolle.
Kontrazeption (hormonelle Verhütung)
Hormonelle Verhütung und was sich aus der Sicht des Wissenschaftlers dahinter verbirgt
„Die höhere Estradioldosis von Qlaira während der frühen Zyklusphase sichert eine frühzeitige Endometriumproliferation und eine Sensibilität für die Aktivität von DNG in der Mitte des Zyklus. Die höhere DNG-Dosis in der Mitte bis zum Ende des Zyklus gewährleistet eine Stabilität des Endometriums. Die anschließende zweitägige Hormonpause (wirkstofffreie Tabletten) ist offensichtlich ausreichend für früh einsetzende und relativ kurze Entzugsblutungen“, sagte Professor Alfred Mück, Tübingen.
Warum ein neues hormonelles Kontrazeptivum gebraucht wird, erläuterte Dr. Anneliese Schwenkhagen, Hamburg: „Viele Frauen kommen auch nach längerem Experimentieren mit handelsüblichen Produkten nicht zu recht. Bislang mussten wir in diesen Fällen mit nicht indikationsgerechten und/oder freien Kombinationen „off-label“ arbeiten. Jetzt haben wir endlich eine Alternative“.
Kontrazeption (hormonelle Verhütung)
Schwangerschaftsverhütung mit einer Pille mit Estradiol
In der EU-PI-Studie1 waren die meisten Anwenderinnen mit der neuen Pille zufrieden. Nach 20 Zyklen stuften über 85 Prozent der Frauen im Vergleich zu Studienbeginn ihr körperliches und emotionales Wohlbefinden als „viel besser“, „besser“ oder „gleich“ ein. Etwa 80 Prozent der Anwenderinnen waren „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“.
Thrombophilie und andere Risiken ausschließen
Vor Verschreibung eines oralen Kontrazeptivums ist eine sorgfältige Anamnese notwendig, um eine Thrombophilie und andere Risikofaktoren auszuschließen, führte Professor Michael Ludwig, Hamburg, aus. Wenn bei der Frau solche Faktoren vorhanden sind, muss auf andere Verhütungsmethoden zurückgegriffen werden. Bedenken, einer Anwenderin im Alter über 40 Jahren bis zur Postmenopause ein orales Kontrazeptivum zu verschreiben, räumte Ludwig aus. Allerdings müssen vorher Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Hypertonie ausgeschlossen werden.
Glukosetoleranztest in der Schwangerschaft
Jede Frau sollte in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche mit einem oralen Glukose-Screeningtest nach einer mindestens 10-stündigen Nahrungskarenz untersucht werden, um einen Gestationsdiabetes zu erkennen, sagte Professor Kai Bühling, Hamburg. Der Test fällt normal aus, wenn die Blutzuckerwerte nüchtern 90 mg/dl, nach einer Stunde bis zu 180 mg/dl und nach zwei Stunden bis zu 155 mg/dl betragen.
Diabetes in der Schwangerschaft
Schwangerschaft und Diabetes - ein Thema für jede Schwangere
Wenn ein Gestationsdiabetes diagnostiziert wird, reicht bei zirka 80 Prozent der Schwangeren eine Diät aus, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index wie Weißbrot und hochkalorische Getränke wie Fruchtsäfte sollten weggelassen werden. Auch riet Bühling vom übermäßigen Verzehr von Obst ab. Bei den restlichen 20 Prozent der Frauen muss mit Insulin behandelt werden. Bühling wies darauf hin, dass eine Nachkontrolle wichtig ist, da jährlich etwa drei Prozent der Patientinnen nach einem Gestationsdiabetes einen manifesten Typ-2-Diabetes entwickeln.
Umgang mit schwierigen Patientinnen
Bei Patientinnen, die sexuelle Gewalt erlebt haben, müssen eventuell vorhandene Verletzungen schriftlich und fotographisch dokumentiert werden, erläuterte Priv. Doz. Dr. Elisabeth Mützel, München. Wenn Frauen Verletzungen nicht erklären können, sollte der Gynäkologe an ein Sexualdelikt denken und seiner Patientin die Frage nach sexueller Gewalt stellen. Bei Kindern weisen Rötungen im Bereich der Scheide oder Ausfluss aus der Scheide möglicherweise auf sexuelle Übergriffe hin. Wenn Auffälligkeiten beim Kind auf einen Missbrauch hindeuten und die Mutter leugnet, muss der Arzt das Jugendamt einschalten.
Misshandlung von Frauen und Mädchen
Sexualverbrechen - Auffälligkeiten, die bei Betroffenen auf einen Delikt hinweisen
Auch der generelle Umgang mit einigen Patientinnen kann in der Arztpraxis schwierig sein. „Das führt zu Reibungsverlusten, die den Alltag anstrengender machen“, sagte Frank Neuendorff, Essen. Der Psychotherapeut hat deshalb eine One-Minute-Doc-Strategie entwickelt. Dieser Strategie zufolge sollte der Arzt entscheiden, wie viel Zeit er sich nimmt, wenn das Gespräch auszuufern droht. Neuendorff empfiehlt, nach dem Behandlungsauftrag zu fragen: „Was kann ich für Sie tun?“. Mit diesem Satz kommt er auf das Wesentliche. Der Psychotherapeut gab den Tipp, den Patientinnen klare Angebote und klare Vorgaben zu machen.
Psychologie
Kommunikation in der Arztpraxis
Fazit
Zum Gynäkologie-Kongress sagte der wissenschaftliche Leiter, Professor Jens-Uwe Blohmer, Berlin: „Dem niedergelassenen Gynäkologen wurde Wissenschaft praxisrelevant aufbereitet vermittelt. Schließlich war das gesamte gynäkologische Spektrum abgedeckt. Wie ich von den Teilnehmern gehört habe, waren sie von der interaktiven Form und dem reibungslosen Ablauf begeistert. Für die Qualität des Kongresses spricht auch, dass die Ärztekammer viele CME-Punkte für die Teilnahme vergeben hat. Dies sind gute Gründe dafür, im nächsten Jahr erneut einen GynSights-Kongress zu veranstalten.“ (Dr. R. Hausmann 07/2009)
Quelle
1 Nahum et al., Obstet Gynecol 2008; 111(4(Suppl.):15S

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