Prostatakrebs – Patientenfilm „Leben und Lieben mit Prostatakrebs“ klärt den Mann mit Prostatakarzinom auf der Basis der HAROW-Studie auf

Jährlich erkranken 58.000 Männer in Deutschland an einem Prostatakarzinom. Dieser Tumor ist damit die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung bei Männern. Die Diagnose Prostatakrebs bedeutet für jeden viele offene Fragen und damit verbundene Ängste. Oftmals resultieren auch bleibende Beeinträchtigungen bezüglich Lebensqualität, Erektionsstörungen, Blasenschwäche u.a. von einem Prostatakarzinom.

In Anlehnung an die HAROW-Studie zur Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms hat die gemeinnützige und unabhängige Stiftung Männergesundheit den Patientenfilm "Perspektive durch Beobachten - Leben und Lieben mit Prostatakrebs" herausgebracht.



Aufklärungsfilm zum Thema Prostatakrebs
Prostatakrebs und jetzt? Unter dem Begriff Prostatakarzinom versteht man den bösartige und unkontrollierten Wachstum von Zellen und Drüsengewebe der Prostata. Anfangs hat der Betroffene kaum Schmerzen oder Einschränkungen. Wie soll Mann mit der Diagnose Prostatakrebs umgehen? Der etwa 20-minütige Film macht Betroffenen Mut, sich mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen, und unterstützt sie in ihrer Therapieentscheidung. Er beantwortet Fragen zu den unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten, erklärt mögliche Nebenwirkungen und nennt Alternativen, die unter bestimmten Voraussetzungen angewendet werden und ein qualitativ gutes Leben trotz Prostatakrebs ermöglichen können.

Patientenfilm für Betroffene und Angehörige
Betroffene berichten in dem Patientenfilm „Leben und Lieben mit Prostatakrebs – Perspektive durch beobachten“ über die Diagnose Prostatakrebs, ihre Ängste, ihre offenen Fragen sowie ihre Lebensqualität. Angst steht an vorderster Stelle. Welche Therapieangebote stehen zur Verfügung? Wie bewältige ich meine Inkontinenz oder auch Impotenz?

Gleichzeitig sprechen die Lebenspartner der Betroffenen in dem Film offen und ehrlich über ihre Empfindungen und Ängste sowie über den ersten Schock nach der Diagnose Prostatakrebs.

Eine deutliche Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten und unterschiedliche Behandlungsoptionen stehen heute dem Betroffenen dank moderner Medizin zur Verfügung.

Betroffene erhalten im Film Informationen zu den unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten und Therapieverfahren
Ein Treffen von Betroffenen wird gezeigt. Hier wird über Therapieentscheidungen gesprochen und sich ausgetauscht. Heute muss nicht immer radikal operiert werden. Moderne Operationsmethoden ermöglichen oftmals eine Nervenerhaltung und somit die Erektionsfähigkeit.

Der Wissenschaftler und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Männergesundheit, Prof. Dr. med. Lothar Weißbach, liefert im Film Informationen zu Diagnose Prostatakrebs, invasive Behandlungsmöglichkeiten, abwartende Strategien und Lebensqualität.

Der Film zeigt außerdem auf, wie wichtig und sinnvoll es ist, wenn man als Betroffener an der HAROW-Studie teilnimmt.

Leben und Lieben mit Prostatakrebs
Im Vordergrund der HAROW-Studie steht daher die Erhaltung der Lebensqualität der Patienten. Die Studie soll Kriterien für eine sinnvolle Behandlung des Prostatakarzinoms entwickeln, mit denen eine Übertherapie vermieden werden kann. Hierfür werden bis zu 5.000 Patienten bis ins Jahr 2012 über ihr Krankheitserleben berichten. Zusätzlich werden medizinische Diagnosen ausgewertet, gesundheitsökonomische Daten erhoben und die Beziehung zwischen Arzt und Patient untersucht.

HAROW-Studie für eine bessere Lebensqualität bei Prostatakrebs
Die GAZPROM Germania GmbH stellt der Stiftung Männergesundheit für die Studie insgesamt 5 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Förderung gewährleistet die vollständige Unabhängigkeit der HAROW-Studie von der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie.

HAROW für mehr Lebensqualität
Die HAROW-Studie befragte die Betroffenen nicht nur nach rein klinischen Aspekten ihrer Erkrankung sondern greift Themen auf wie beispielsweise die Psyche der Betroffenen, wie der Betroffene selbst mit seiner Erkrankung umgeht, wie sich die Lebensqualität darstellt, ob der Betroffene durch Impotenz oder Inkontinenz beeinträchtigt ist oder aber auch wie die Zahlung für Arznei- und andere Hilfsmittel aussieht.

Tabelle: Daten der HAROW-Studie
HAROW-Studie für mehr Lebensqualität

           Leben und Lieben mit Prostatakrebs
 
  • allgemeine Lebensqualität
  • krankheitsspezifische Lebensqualität
  • Arzt-Patienten-Kommunikation
  • psychosoziale Versorgungsqualität des behandelnden Urologen
  • Verhalten des Urologen (Empathie)
  • krankheitsgemäßes Verhalten des Patienten
  • Umgang des Patienten mit der Erkrankung


Durch HAROW profitieren die niedergelassenen Urologen; ein besseres Miteinander zwischen Patient und behandelndem Arzt ist möglich. (MEDIZIN ASPEKTE 09/2009)

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Stiftung Männergesundheit




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