Eierstockkrebs: Impfstoff-Studie gegen Rückfall

Eierstockkrebs mit nur 8.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist eine eher seltene Krebsart, jedoch ein sehr bösartiger Tumor, da jährlich etwa 6.000 Frauen daran sterben. Eine Impfung nach erfolgreicher Operation und Chemotherapie soll bei Eierstockkrebs einen Rückfall verhindern oder zumindest verzögern. Dieser völlig neue Therapieansatz wird nun von der Studiengruppe der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) überprüft.

Durch die Impfung mit dem Wirkstoff Abagovomab soll das Immunsystem Tumorzellen erkennen und angreifen, die das für Eierstockkrebs typische Protein CA 125 aufweisen. Zuversichtliche Daten aus ersten Studien zeigen, dass bei 70 % der geimpften Patientinnen das Immunsystem dazu angeregt wurde, tumorspezifische Antikörper zu bilden. Studienleiter Prof. Dr. Jacobus Pfisterer, leitender Oberarzt an der Universitätsfrauenklinik in Kiel, appelliert an Frauenärzte und Onkologen, Patientinnen mit Eierstockkrebs, die gerade eine Erstbehandlung erfolgreich abgeschlossen haben, auf die Möglichkeit der Teilnahme an der sogenannten MIMOSA-Studie (Studie AGO-Ovar 10) hinzuweisen. Die Studie hat das Gütesiegel A der Deutschen Krebsgesellschaft. Ein schneller und erfolgreicher Abschluss dieser klinischen Studie kann es ermöglichen, den Impfstoff, falls er die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllt, rasch für alle Patientinnen verfügbar werden zu lassen.(ots)


Weitere Informationen:

www.ago-ovar.de




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